WIE LÄSST SICH DIE AUGENFARBE SICHER VERÄNDERN? KONTAKTLINSEN VS. KERATOPIGMENTIERUNG

Auf die Frage „Wie kann man seine Augenfarbe am sichersten verändern?“ lautet die spontane Antwort fast immer: „Farbige Kontaktlinsen – natürlich!“. Dies ist auch die Meinung der Mehrheit der Augenärzte….

Doch was sagen Wissenschaft, Statistiken und aktuelle Studien tatsächlich zu diesem Thema?

Eine Veröffentlichung, die erschien in Ophthalmoly Times Europe bringt neue Elemente mit sich, die eine genauere Betrachtung verdienen.

Farbige Kontaktlinsen:
EINE BELIEBTE LÖSUNG, ABER NICHT OHNE RISIKEN

Farbige Kontaktlinsen kamen in den 1990er Jahren auf. Sie haben es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre Augenfarbe vorübergehend zu verändern. Sie sind leicht erhältlich, einfach zu verwenden und werden oft ohne ärztliche Überwachung getragen.

Doch sie bergen auch Risiken.

Das schwerwiegendste Problem, das in der wissenschaftliche Literatur und weitergeleitet in die Presse, ist das Risiko von'Hornhautinfektion'Diese Infektionen können schwerwiegend sein und in manchen Fällen zu einem irreversiblen Sehverlust führen.

Mit anderen Worten: Ihre Beliebtheit steht nicht immer im Einklang mit ihrer Sicherheit.

Keratopigmentierung:
EINE SICHERE UND NACHHALTIGE MEDIZINISCHE ALTERNATIVE

Neben farbigen Kontaktlinsen gibt es drei weitere Methoden zur Veränderung des Erscheinungsbildes der Iris:

Farbige Implantate,
Laserdepigmentierung der Iris,
Keratopigmentierung

Letztere wird heute bei weitem als die sicherste der drei TechnikenErfunden von Dr. Francis Ferrari , die erste Intervention von Keratopigmentierung fand 2013 statt. Das Prinzip: ein Femtosekundenlaser erzeugt einen kreisförmigen Tunnel in der Hornhaut. In diesen Tunnel wird dann ein speziell für die Biokompatibilität entwickeltes Mineralpigment eingelagert (Pigmente).

Das Ergebnis ist stabil, dauerhaft und verändert das Augeninnere nicht – was einen großen Teil ihrer Sicherheit erklärt.

Was die Studie aussagt:
Farbige Kontaktlinsen vs. Keratopigmentierung

Die Studie veröffentlicht in Ophthalmology Times Europe Zwei Gruppen von jeweils 2000 Personen wurden über einen Zeitraum von 5 Jahren begleitet.

a. Gruppe „farbige Kontaktlinsen“

2 Personen, regelmäßige Träger farbiger Kontaktlinsen

Nachbeobachtung: 5 Jahre
Ergebnis: 160 Hornhautinfektionen, einige davon mit dem Risiko der Erblindung

b. Gruppe „Keratopigmentierung“

2 operierte Patienten

Nachbeobachtung: 5 Jahre
Ergebnis: Keine Infektionen festgestellt

Die Zahlen sprechen für sich.

EINE SCHLUSSFOLGERUNG, DIE HERKÖMMLICHE ANSICHTEN IN FRAGE STELLT.

Nach zwölf Jahren Nachbeobachtung wurden bei der Keratopigmentierung keine schwerwiegenden Spätkomplikationen beobachtet. Natürlich besteht – wie bei jedem medizinischen Eingriff – ein theoretisches Restrisiko. Doch dieses nimmt mit jedem Jahr weiter ab.

Die Studie zeigt jedoch eindeutig: Das Infektionsrisiko ist bei farbigen Kontaktlinsen deutlich höher als bei der Keratopigmentierung.

Entgegen der landläufigen Meinung gilt die Keratopigmentierung heute als die sicherste Methode zur dauerhaften Veränderung der Augenfarbe.